Fr. · 05. Juni

Eine künstlerische Forschungsreise
Der Fluss der Dinge / Bieg rzeczy

Eine künstlerische Forschungsreise verbindet in diesem Sommer die Hansestädte Lübeck und Stargard: Mit „Der Fluss der Dinge“ untersucht das Künstlerinnen-Kollektiv die brachiale – Labor für Dialoge im Zwischenraum, wie Wasserwege Austausch, Wandel und Stadtgeschichte prägen.

Eine geschwungene blaue Bodenmarkierung auf örtlichen Gehsteigen, Straßen und Plätzen wird sich für dieses ambitionierte binationale Projekt durch beide Städte schlängeln und am Ende zu einer Installation aus Regalen führen, in denen sich die umfassende künstlerische Recherche sammelt. Dort verbinden sich Materialien, Flussdaten, Objekte und eine Videoinstallation zu einer Erzählung über Austausch, Wandel und das Leben an den Flüssen Trave und Ina. An beiden Wasserläufen untersucht die brachiale Formen des Austauschs im Wandel der Zeit: von Waren-, Wissens- und Sprachflüssen der Hansezeit bis zu heutigen Daten- und Informationsströmen. Mikrofone, Kameras, Pinsel und Stift werden dabei zu Werkzeugen einer künstlerisch-wissenschaftlichen Reise.

HanseKulturFestival in Lübeck und Hansetag in Stargard

In Lübeck eröffnet die Installation am 5. Juni, um 17 Uhr, im Europäischen Hansemuseum im Rahmen des HanseKulturFestivals. Im polnischen Stargard ist das Projekt der ausgewählte diesjährige Lübecker Beitrag zur HANSEartWORKS 2026, dem internationalen Ausstellungsprojekt der Hansestädte im Rahmen des 46. Internationalen Hansetages. HANSEartWORKS gibt zeitgenössischer Kunst aus den Mitgliedsstädten ein sichtbares Forum und öffnet einen internationalen Dialog über Themen, die die Hansestädte historisch verbinden und heute neu beschäftigen. Die Ausgabe 2026 fragt mit dem Thema „Die Kraft des Wassers“ danach, wie historische Verbindungen, ökologische Gegenwartsfragen und lokale Perspektiven künstlerisch neu in Beziehung gesetzt werden können.

Ortsbezogene Projekte zwischen künstlerischer Forschung, Dialog und Intervention im Stadtraum

Das Künstlerinnen-Kollektiv die brachiale – Labor für Dialoge im Zwischenraum wurde 2021 von Mirja Schellbach und Berit Kröner gegründet. In ihren gemeinsamen Arbeiten verlassen sie klassische Ausstellungsräume und entwickeln prozesshafte, ortsbezogene Projekte zwischen künstlerischer Forschung, Dialog und Intervention im Stadtraum.

In Kooperation mit dem Europäischen Hansemuseum und gefördert von der Hansestadt Lübeck, die mit der Beteiligung an der HANSEartWORKS die internationale Sichtbarkeit und Vernetzung von Lübecker Künstler:innen stärkt.

Details

Fr. · 05. Juni
06.06. - 30.06., 10 - 18 Uhr. Eröffnung: 05.06., 17 Uhr.
Kostenfrei
Foyer/Museumsshop