13. September 2020

Tag des offenen Denkmals®

Das Programm zum Denkmaltag im Europäischen Hansemuseum

Erkunden Sie hier unser umfangreiches Programm und die virtuellen Angebote zum Denkmaltag.

Zum Tag des offenen Denkmals laden wir Sie zu einer außergewöhnlichen Entdeckungsreise auf den Lübecker Burghügel ein!

Erkunden sie die Denkmale des EHM vor Ort und virtuell im Internet! Wir freuen uns auf Ihren Besuch am 13. September.

Das Europäische Hansemuseum auf dem Lübecker Burghügel ist ein Ort mit einer wechselvollen Geschichte. Die ehemalige Klosteranlage am nördlichen Rand der Altstadt ist eines der ältesten und spannendsten Beispiele für das Kulturerbe in Lübeck. Viele sichtbare Spuren an den heute denkmalgeschützten Gebäuden erzählen von den Menschen, die hier viele Jahrhunderte lang gelebt und gearbeitet haben.

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Begrüßung zum Denkmaltag von Bernd Saxe, ehemaliger Bürgermeister der Hansestadt Lübeck

Erster Vorsitzender des Fördervereins Europäisches Hansemuseum und Burgkloster zu Lübeck e. V. 

Programm

11 Uhr / 13 Uhr / 15 Uhr
Führungen durch das Burgkloster
kostenfreie Führungen von Ehrenamtlichen des Fördervereins (mit Anmeldung)

10 – 13 Uhr
Gaming-Workshop Minemonument!
Online-Workshop für Kinder und Jugendliche (mit Anmeldung)
In Kooperation mit der Initiative Creative Gaming

10 – 18 Uhr
Virtueller Rundgang: Sakristei im Burgkloster
Online

16 – 17 Uhr
Gerichtsprozess im Schöffengerichtssaal
Online via Live-Stream. In Kooperation mit der Michael-Haukohl-Stiftung und dem Trave-Gymnasium Lübeck.

10 – 18 Uhr
Nachgebaut: die Maria Magdalenen-Kirche
Online und vor Ort

10 – 18 Uhr 
Ausstellung: Geschichte des Ortes
Neue Ausstellung im 1. OG des Burgklosters, der Eintritt ist frei

10 – 18 Uhr
Architekturspaziergang
Online und vor Ort (bitte Smartphone mitbringen)

Das Burgkloster hat von 10-18 Uhr für Sie geöffnet. Der Eintritt ist frei!

Die eindrucksvolle Anlage des Burgklosters geht bis auf die Anfänge Lübecks als bedeutender Hansestadt zurück. Dominikanermönche gründeten das Kloster im frühen 13. Jahrhundert. Neben den atmosphärischen Hallen und Kreuzgewölben des gotischen Backsteinbaus erzählen das Beichthaus und ein sogenanntes Hospital vom mittelalterlichen Klosteralltag.
Unsere ehrenamtlichen Guides stellen Ihnen die Anlage in einer kostenfreien Führung gern vor.

Im Jahr 1819 wurde die zum Kloster gehörige Maria-Magdalenen-Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen. Etwa 600 Jahre bildete sie das kulturelle und religiöse Zentrum des Burghügels. Auf dem ehemaligen Kirchplatz zeichnen Bodenmarkierungen die frühere Struktur der Kirchengewölbe nach. Anlässlich des Denkmaltages haben wir fotorealistische Nachbildungen der Kirche für Sie erstellt. 

Die frühere Sakristei der Kirche darf aus konservatorischen Gründen leider nicht mehr betreten werden. Nun können Sie den geheimnisvollen Raum in einem neuen virtuellen Rundgang entdecken!

Im Zuge der Reformation wurde der Klosterbetrieb nach 1520 eingestellt und das Gebäude in ein Armenhaus umgewandelt. Über die bewegte Geschichte des Ortes informiert eine neue Ausstellung im 1. Obergeschoss!

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage erneut verändert und mit einem Gerichtsgebäude und angeschlossenem Gefängnistrakt überbaut. Während der NS-Zeit wurden hier Verbrechen im Namen der Rechtsprechung verübt. Einige der weitgehend im Originalzustand erhaltenen Räume können besichtigt werden.

Erinnern – Erhalten – Neudenken: die Architektur des EHM greift das Motto des Denkmaltages an zahlreichen Stellen auf. Mit dem Architekturspaziergang mit dem Smartphone möchten wir Sie auf spannende Details der Baugeschichte hinweisen.

Erfahren Sie im 1. Obergeschoss des Burgklosters mehr über die Geschichte des Lübecker Burghügels. Der Eintritt ist am Denkmaltag kostenfrei. 

Erweiterte Einblicke

Im Jahr 1818 wurde die Kirche des ehemaligen Klosters wegen Baufälligkeit abgerissen. Nachdem im Laufe der Zeit mehrere Stützpfeiler eingestürzt waren, erschien eine Restaurierung des Gebäudes zu aufwendig. Auf der Grundlage historischer Quellen hat  Designstudent Florian Timm fotorealistische Nachbildungen der Kirche erstellt. An der weißen Mauer zum Eingang „Burgtreppe“ können Sie die analogen Bilder von Nahem betrachten.

Am Tag des offenen Denkmals® sehen Sie an dieser Stelle drei Foto-Rekonstruktionen der Kirche.

Aufgrund des fragilen Zustands des Schmuckfußbodens darf die ehemalige Sakristei des Burgklosters nicht mehr betreten werden. In der virtuellen Präsentation erleben Sie die schmuckreiche Gestaltung der Wände und Ornamente ab dem 13. September aus nächster Nähe. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erforschen!

Während die Anfänge des Burgklosters auf das Jahr 1229 zurückgehen, entstand die Sakristei vermutlich erst deutlich später um 1400. Sie diente zur Aufbewahrung der liturgischen Geräte und Gewänder. Die prachtvolle Ausstattung und Bemalung dieses Raums zeugen von seiner besonderen religiösen Bedeutung. Durch eine Tür und zwei Fenster bestand eine direkte Verbindung zum Chor der Kirche. Nach der Umwandlung des Klosters in ein Armenhaus im frühen 16. Jahrhundert wurde hier ein sogenanntes Herrenzimmer eingerichtet. Es war vermutlich das Arbeitszimmer der Vorsteher (Herren) des Armenhauses, deren gemalte Wappen Sie auf der gegenüberliegenden holzvertäfelten Wand sehen können. Die Sakristei war selbst nicht Teil des Kirchengebäudes, sondern in die Anlage des Klosters bzw. Armenhauses integriert. Dadurch blieb der Raum beim Abriss der baufällig gewordenen Kirche im Jahr 1819 erhalten und bietet nach aufwendigen Restaurierungen ein beeindruckend schönes, detailreiches Beispiel mittelalterlicher und Raumkunst. 

Derzeit sind die Audio-Guides im Burgkloster nicht in Betrieb. Zum Denkmaltag stellen wir Ihnen die Audioführung per QR-Code bereit! An 10 Stationen hören Sie via Smartphone mehr über die Geschichte der Klosteranlage! Bitte eigenes Headset mitbringen.

Am Denkmaltag finden Sie auf dem EHM Gelände an verschiedenen Punkten QR-Codes mit Informationen zur Geschichte und Architektur des Burghügels. Mit dem Smartphone können Sie die Link aufrufen und dafür das kostenfreie W-Lan im EHM nutzen.  

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Workshops und Live-Programm

10:00-13:00 Uhr: Bau dein persönliches Denkmal in Minetest!
Anmeldungen noch möglich!

Ein Online Workshop zum Tag des offenen Denkmals vom Europäischen Hansemuseum in Zusammenarbeit mit der Initiative Creative Gaming!

In diesem Game-Workshop nutzen wir Minetest, die kostenlose und open source Variante von Minecraft, und bauen ein Denkmal für die wirklich wichtigen Dinge! Ihr entscheidet, wer oder was ein Monument der Erinnerung verdient hat. Gemeinsam gestaltet ihr euer „Thing of Fame“ und stellt es den Anderen vor! Hierbei geht es natürlich um Spaß und Fantasie und nebenbei lernt ihr ein „echtes“ Denkmal der Hansestadt Lübeck kennen.

Bitte meldet euch an:
Der Workshop ist für Jungen und Mädchen von 11 bis 15 Jahren. Bei guter Spielerfahrungen können nach Absprache auch Jüngere teilnehmen. Man benötigt einen Zugang zu Minetest und eine E-Mailadresse für die Nutzung von Zoom. Es gibt 10 Plätze und die Teilnahme ist kostenfrei.

Für die Teilnahme benötigen wir eine unterschriebene Einwilligung von einem Elternteil! Die Einverständniserklärung kannst du hier herunterladen und ausdrucken. Lass sie von deinen Eltern unterschreiben und sende sie uns als Foto oder Scan zusammen mit deiner Anmeldung an: invitation@hansemuseum.eu

Wer mitmachen möchte, sendet uns eine Anmeldung zusammen mit der unterschriebenen Einverständniserklärung unter der E-Mailadresse invitation@hansemuseum.eu oder per Telefon: 0451 80 90 99 0.

Was muss ich mitbringen?
Für die Teilnahme am Workshop benötigst du ein Gerät mit Internetzugang (Handy, Tablet oder Laptop) sowie die Software Minetest, die du dir hier herunterladen kannst. Eine Anleitung zur Installation von Minetest findest du hier.

Während des Workshops sprechen wir über die Kommunikations-Plattform Zoom. Hierfür benötigen wir eine E-Mailadresse, damit wir dir eine Einladung zum Treffen in Zoom senden können.

In Kooperation mit:

Corona-Schutzmaßnahmen
Der Workshop findet ausschließlich Online und unter Verwendung der privaten technischen Geräte statt. Es sind keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich, eine Mund-Nasen-Bedeckung wird nicht benötigt. Es werden keine Kontaktdaten von den Teilnehmenden gespeichert.

16:00-17:00 Uhr: Szenische Inszenierung eines historischen Gerichtsprozesses im Schöffengerichtssaal und Übertragung via Live-Stream  
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1936 wurde eine Gruppe von Aktivisten aus dem politischen Widerstand im Lübecker Gericht des Hochverrats angeklagt. In historischen Quellen ist der Prozess gegen die zum Teil minderjährigen NS-Gegner ausführlich dokumentiert. Schüler:innen des Lübecker Trave-Gymnasiums haben das Quellenmaterial im Rahmen des Unterrichtsbausteins „Widerstand und Verfolgung“ erarbeitet und stellen die beteiligten Rollen vor. Via Live-Stream wird der Wandel vom Rechts- in einen Unrechtsstaat am authentischen Schauplatz erfahrbar. Die Inszenierung wird am 13. September um 16 Uhr an dieser Stelle als Videostream übertragen. Ein Angebot im Rahmen des Programms „Jugend ins Museum“ in Kooperation mit der Michael-Haukohl-Stiftung.

Das gesamte historische Baudenkmal ist für Sie geöffnet! Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Burgklosters in einer Führung mit unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Förderverein Europäisches Hansemuseum und Burgkloster zu Lübeck e. V.

Die Führungen finden um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr statt und dauern jeweils etwa 60 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos, die zulässige Personenanzahl jedoch aufgrund geltender Hygienevorschriften beschränkt.

Anmeldung erforderlich unter der E-Mailadresse invitation@hansemuseum.eu oder per Telefon: 0451 80 90 99 0.

Geschichte und Denkmäler virtuell entdecken

Kommen Sie mit uns auf einen virtuellen Spaziergang mit Informationen zu Architektur und Geschichte des Burghügels. 

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Wie sah sie aus? Betrachten Sie die Maria-Magdalenen-Kirche hier aus unterschiedlichen Blickwinkeln als 3-D-Rekonstruktion mit Musik aus Hansestädten; eingespielt vom Ensemble Weser-Renaissance Bremen unter der Leitung von Manfred Cordes.  

Das Video wird an dieser Stelle am 13. September veröffentlicht.

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