Vortrag und Diskussion
Frauen*notruf: »K.O.-Mittel: Substanzen, Wirkweise, Nachweisbarkeit«
Waren das vielleicht K.O.-Tropfen? … oder habe ich nur zu viel getrunken? Aber irgendwie war das anders als sonst…
Äußerungen und Fragen wie diese finden sich immer wieder im Beratungsalltag von Frauen*notrufen und -beratungsstellen. Für Betroffene ist es oft nicht leicht, über dieses Thema zu sprechen, insbesondere wenn (sexualisierte) Gewalttaten damit verbunden sind oder sein könnten. Erlebter Kontrollverlust und damit einhergehende Gefühle von Scham und Unsicherheit erschweren das Sprechen, Einordnen und Verarbeiten. Nicht nur im Beratungsalltag, sondern auch in unserer Präventionsarbeit stellen wir fest, dass es wenig Wissen über diese Substanzen gibt.
Anlässlich des 25.11. (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen) und dem 35-jährigen Jubiläum des Frauen*notruf Lübeck sprechen wir öffentlich über dieses Thema.
In der Veranstaltung werden folgende Fragen beantwortet: Welche K.O.-Mittel gibt es? Wie werden diese verabreicht? Wie wirken K.O.-Mittel? Wie können K.O.-Mittel nachgewiesen werden? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene? Im Anschluss an einen Vortrag ist Raum für eine Frage- und Diskussionsrunde.
Referentin: Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Gertrud Rochholz vom UKSH in Kiel, Bereichsleitung der forensischen Toxikologie. Sie wird regelmäßig zu Gerichtsprozessen geladen, wenn die Verabreichung von K.O.-Tropfen im Raum steht.
