Kommende Ausstellungen

2026

Ziemlich privilegiert! Lübeck und die Reichsfreiheit

Wohl kaum ein anderes Jahr ist so bedeutend für die Lübecker Geschichte wie 1226. Mit der Urkunde Kaiser Friedrichs II. wurde Lübeck in diesem Jahr zur freien Reichsstadt erhoben – ein Meilenstein, der die Stadtentwicklung über Jahrhunderte hinweg politisch, wirtschaftlich und kulturell prägte.

Die Ausstellung »Ziemlich privilegiert! Lübeck und die Reichsfreiheit« im Lübecker Burgkloster zeigt mit zahlreichen Objekten aus Vergangenheit und Gegenwart verschiedene Aspekte dieser besonderen »Privilegierung« – und das für die Lübecker Geschichte wohl bedeutsamste Dokument im Original.

Eine Sonderausstellung des Archivs der Hansestadt Lübeck, vom 18. Mai 2026 bis zum 23. August 2026 im Burgkloster des Europäischen Hansemuseums.

2026-2027

Let's play Mittelalter

Mit »Let’s play Mittelalter« betritt das Europäische Hansemuseum ungewohntes Terrain. Die Ausstellung zeigt nicht nur, wie Games Geschichte erzählen, sondern macht das Spiel selbst zum zentralen Vermittlungsprinzip. Rund 60 Prozent der Deutschen spielen Videospiele – und die Ausstellung nimmt diesen gesellschaftlichen Wandel ernst: Die Besucher:innen bewegen sich nicht durch klassische Ausstellungsräume, sondern durch eine narrative Spielwelt, in der historische Motive, Popkultur und Forschung miteinander verwoben sind.

Ab dem 9. Oktober 2026 verwandelt sich ein Teil des Lübecker Burgklosters in eine begehbare mittelalterliche Gaming-Welt, die nicht betrachtet, sondern gespielt wird.

»Games sind heute eines der wirkmächtigsten Medien unserer Zeit«, sagt Kuratorin Franziska Evers. »Mit ›Let’s play Mittelalter‹ möchten wir zeigen, wie sich historische Bilder formen und wie sie sich beim Spielen verändern. Wer spielt, begreift leichter.«

Die Besucher:innen erstellen ihren eigenen Avatar, lösen Aufgaben, sammeln Erfahrungspunkte und entscheiden selbst, welchen Weg sie in der mittelalterlichen Welt einschlagen. Nicht Texte führen durch die Ausstellung, sondern das Spiel: ein Turnierplatz, ein festliches Bankett im Grünen, eine geheimnisvolle »Drachenhöhle« und weitere immersive Settings. Jede Station ist ein Kapitel im Spiel und fordert eine eigene Entscheidung ein, bevor es weitergeht. Informationen werden nicht vermittelt, sondern erspielt.

Für die Umsetzung arbeitet das Museum mit Expertinnen und Experten aus Game Design, Szenografie und Medienkunst zusammen. Die vielfach ausgezeichnete Agentur Liquid gestaltet die visuellen Erlebnisräume und verbindet historische Stoffe mit zeitgenössischer Ästhetik.

Ein eigenes Gaming-Lab ermöglicht das freie Spielen und Ausprobieren. Durch Kooperationen mit Influencer:innen aus der Gaming-Community wird der Diskurs in digitale Öffentlichkeiten ausgeweitet. Sidequests, interaktive Elemente, digitale Erweiterungen und besondere Leihgaben aus anderen Museen sorgen dafür, dass die Ausstellung sowohl Gaming-Fans als auch Geschichtsinteressierte anspricht.

»Let’s play Mittelalter« ist eine Ausstellung, die man nicht passiv konsumiert. Sie ist ein Experiment des Museumsmachens – und ein Angebot, Geschichte in einer Sprache zu erleben, die Millionen Menschen täglich nutzen: beim Spielen.

»Let’s play Mittelalter«: vom 9.10.2026 bis 31.10.2027 im Europäischen Hansemuseum in Lübeck.

Sie haben Ideen, Interesse an Kooperationen oder Fragen zum Thema? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Kontakt: Franziska Evers, franziska.evers@hansemuseum.eu.

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