Workshop Durch Quellen zum Kontor
Nowgorod, Brügge, London und Bergen – die Orte der vier großen Hanse-Kontore bedeuteten lange Reisen für die niederdeutschen Kaufleute. Wie spielte sich das Leben und der Handel in den vier großen Handelsniederlassungen fernab ihrer eigenen Heimatstädte ab? Wie war das Verhältnis zur lokalen Bevölkerung und Regierung? Gab es Konflikte oder Kooperationen? Woher wissen wir heute davon? Und was machen Historiker:innen eigentlich mit so einer historischen Quelle?
Eben solche Quellen führen uns in diesem Vermittlungsangebot zu den Kontoren. In einer dialogischen Führung erkunden wir zuerst gemeinsam mit der Klasse die Dauerausstellung des Hansemuseums und blicken im Speziellen auf die vier großen Handelsniederlassungen im Ausland. Im anschließenden Praxis-Workshop werden Hanse-Quellen gelesen, analysiert und interpretiert. Die Interpretationsaufgabe schließt methodisch an Perspektivwechsel und kreative Rollenspielelemente an, um den Schülerinnen und Schülern einen leichteren Zugang zur Quellenarbeit zu verschaffen.
Dieses Workshop-Angebot richtet sich an Oberstufenklassen und dabei insbesondere an die Jahrgangsstufe 11. Es wurde im 1. Schulhalbjahr 24/25 in Zusammenarbeit mit einer 11. Klasse der Geschwister-Prenski Schule erarbeitet, um die Perspektive der Schülerinnen und Schüler mit in die Entstehung eines solchen Programmes einzubeziehen. In mehreren Treffen wurden unterschiedliche Workshop-Methoden getestet und ausprobiert. Mit historischen Quellen zu arbeiten, wurde explizit von den Schülerinnen und Schülern gewünscht. Für die letzten Endes ausgewählte Methode des Praxisteils wurde sich gemeinsam in der Gruppe entschieden.
Thematische Schwerpunkte: die vier großen, hansischen Kontore, (europäische) Kulturbegegnungen, Konflikte und Zusammenarbeit in Europa, Perspektivwechsel, Rollenspielelemente und die Arbeit mit historischen Quellen.
