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›Die Hanse‹

Alle Informationen rund um das Museum und die Dauerausstellung ›Die Hanse‹ finden Sie unter Presseinfo.

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Sonderausstellung

›Geschichte(n) zum Erleben‹

8. August 2020

Sonderausstellung vom 8. August 2020 bis 17. Januar 2021, Burgkloster des Europäischen Hansemuseums

»Ein altes Sprichwort besagt: ›Um ein Kind zu erziehen bedarf es eines Dorfes.‹ Wir haben ein Dorf! Museal anmutend aber eben KEIN Museum, sondern ein Ort für Begegnungen und Abenteuer im historischen Ambiente.« (Frank Thomas, einer der Gründer des Geschichtserlebnisraum Roter Hahn)

Geschichte zum Leben erwecken und selbst Teil davon werden? In Kooperation mit dem Geschichtserlebnisraum Roter Hahn (GER) präsentiert das Europäische Hansemuseum ausgewählte Objekte, die veranschaulichen, was offenes Leben und Arbeiten mit Schwerpunkten der Geschichts- und Umweltpädagogik leisten können. Vom 8. August 2020 bis 17. Januar 2021 ist die kleine Schau »Ge-schichte(n) zum Erleben – Das Bauprojekt Kloster 2026« im Burgkloster des Europäischen Hansemuseums zu sehen. Herzstück ist dabei das Modell einer mittelalterlichen Klosteranlage, welches erstmals einem größeren Publikum präsentiert wird. Das Kloster, inklusive Kochstelle, Kräutergarten und Kreuzgang, entsteht derzeit auf dem Freigelände des Geschichtserlebnisraums in Kücknitz und soll 2026 fertiggestellt werden. Bereits der Bau ist Teil des pädagogischen Konzeptes: Die Besucher:innen können die Konstruktion direkt vor Ort verfolgen und daran teilhaben. Zukünftig soll das Kloster für die vielseitigen Projekte und Aktionen des GER genutzt werden und den Kindern und Jugendlichen das Leben und Arbeiten im Mittelalter hautnah vermitteln. Neben dem Klostermodell können in der kleinen Sonderausstellung weitere Objekte bestaunt werden, die im Geschichtserlebnisraum entstanden sind und dort in der Vermittlungsarbeit zum Einsatz kommen. Eine von insgesamt 33 eindrucksvollen Bildtafeln, die eine auf dem Gelände befindliche Holzkirche zieren oder ein slawischer Kochtopf, in dem schon das ein oder andere Süppchen gekocht wurde, zeugen von der handwerklichen Arbeit.

Die Kooperation zwischen dem Europäischen Hansemuseum und dem Geschichtserlebnisraum Roter Hahn liegt nahe: Im Museum Erlerntes kann hier von Kindern unmittelbar erlebt und selbst ausprobiert werden. Das reicht von der Benutzung eines mittelalterlichen Tretkrans bis hin zur Herstellung von Backsteinen. »Der Geschichtserlebnisraum ist für uns ein wichtiger Partner«, sagt Sören Affeldt, Leiter des Bereichs Bildung und Vermittlung im EHM. »Durch die vielfältigen Möglichkeiten auf dem Gelände in Kücknitz verstärkt sich bei gemeinsamen Bildungsangeboten der freie und explorative pädagogische Ansatz. Die spezifischen Fähigkeiten der Mitarbeitenden aus dem GER und ihre hohe Expertise im Erstellen von Repliken sind eine wertvolle Ergänzung.«

Begleitet wird die Sonderausstellung mit exklusiven Führungen direkt auf dem Gelände des Geschichtserlebnisraums: jeden vierten Samstag im Monat von August bis November 2020 sowie am 5. Dezember 2020 um jeweils 15 Uhr. Die Führungen kosten 5 Euro pro Person, eine Anmeldung unter invitation@hansemuseum.eu oder telefonisch unter 0451 80 90 99 0 ist erforderlich. Treffpunkt ist der Geschichtserlebnisraum Roter Hahn Lübeck e.V., Pommernring 58, in 23569 Lübeck-Kücknitz.

Am Sonntag, 20. September 2020, laden das Europäische Hansemuseum und der Geschichtserlebnisraum außerdem zu einem Tag voller Mitmachaktionen auf dem Museumsgelände des EHM ein. Der Eintritt dazu ist frei, das Programm wird auf www.hansemuseum.eu veröffentlicht.

Der Eintritt in die Sonderausstellung »Geschichte(n) zum Erleben – Das Bauprojekt Kloster 2026« ist im Museumseintritt enthalten.

Sonderausstellung

›HanseHeroes: Stralsund‹

27. August 2020

Sonderausstellung vom 28. August bis 1. November 2020, Burgkloster des Europäischen Hansemuseums

Die kleine Ausstellungsreihe »HanseHeroes – Alte Städte neu entdeckt« geht in die dritte Runde. Mit diesem Format rückt das Europäische Hansemuseum einzelne Hansestädte in den Fokus. Anlässlich des 650-jährigen Jubiläums des Stralsunder Friedens zwischen Dänemark und den Hansestädten wird vom 28. August bis 1. November 2020 die Stadt Stralsund präsentiert. Highlight der kleinen Schau sind zwei ganz besondere Exponate: Die Originaldokumente des Stralsunder Friedens werden das erste Mal seit 20 Jahren außerhalb des Stadtarchivs Stralsund gezeigt. Zugleich ist es auch ein Jubiläum für den in Lübeck ansässigen Hansischen Geschichtsverein, der vor 150 Jahren anlässlich des Stralsunder Friedens gegründet wurde.

Stralsund war eine der wichtigsten Hansestädte im Ostseeraum und gehörte zur wendischen Städtegruppe. Im 14. Jahrhundert war die Stadt vielfach Gastgeber der Hansetage und Schauplatz des Stralsunder Friedens vom 24. Mai 1370 zwischen Dänemark und den Hansestädten. Noch heute findet sich in der mittelalterlichen Stadtanlage eine Vielzahl an Sakral- und Profanbauten im Stil der norddeutschen Backsteingotik aus der Zeit der Hanse. 2002 wurde die Stadt gemein-sam mit Wismar zum UNESCO Welterbe ernannt.

Anlässlich des 650-jährigen Jubiläums des Stralsunder Friedens, wird die Stadt in diesem Jahr im Europäischen Hansemuseum als »HanseHero« vorgestellt. Das Publikum hat die einmalige Gelegenheit, die Originaldokumente des Stralsunder Friedens, die das erste Mal seit 20 Jahren außerhalb des Stadtarchivs Stralsund gezeigt werden, zu besichtigen. Dazu gehört der originale »Unterhändler-Friedens-und Privilegienvertrag« von 1370. In diesem Vertrag erklärte der dänische Reichsrat den Krieg zwischen Waldemar IV. von Dänemark und den hansischen Bündnisstädten und Fürsten aus Schweden, Mecklenburg und Holstein für beendet. Gleichzeitig sicherte er der Hanse umfassende Handelsprivilegien und Rechte auf den Schonischen Handelsmessen zu. Die hansischen Kaufleute sicherten sich damit das Handelsmonopol für Jahrhunderte. Ebenfalls ausgestellt ist das Originaldokument des »Unterhändler-Schadensersatz-und Garantievertrags«, welcher den hansischen Bündnisstädten für die folgenden 15 Jahre einen Schadenersatz zugestand. Darüber hinaus wurde darin festgelegt, dass ein neuer dänischer König nur mit Zustimmung der Hansestädte gewählt werden durfte.
Neben Lübeck war Stralsund eine der politisch und wirtschaftlich einflussreichsten Hansestädte des Ostseeraumes und dementsprechend ein geeigneter Ort, um den Friedensvertrag zwischen der Hanse und Dänemark abzuschließen.

Der Hansische Geschichtsverein
Neben dem Stralsunder Frieden, feiert auch der Hansische Geschichtsverein (HGV) 2020 ein besonderes Jubiläum: 1870 wurde seine Gründung anlässlich des 500. Jubiläums des Stralsunder Friedens beschlossen und im Jahr darauf wurde er in Lübeck gegründet. Er hat seinen Sitz in Lübeck und blickt auf eine 150-jährige Vereinsgeschichte zurück. Bis heute bietet der Hansische Geschichtsverein den Forscher:innen der Hansegeschichte eine gemeinsame Plattform. Die jährliche Pfingsttagung, die bereits vier Mal in Stralsund stattfand, ist seit der Gründung ein wichtiges Ereignis. Aktuelle Erkenntnisse werden in der seit 1871 erscheinenden Vereinszeitschrift »Hansische Geschichtsblätter« veröffentlicht.

Für das Europäische Hansemuseum spielt der HGV eine wichtige Rolle: Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow war von 2010-2019 Vorsitzender des Vereins und leitete gleichzeitig die Erstellung des wissenschaftlichen Konzepts des Museums. Aktuell sind Dr. Felicia Sternfeld, Direktorin des Europäischen Hansemuseums und Dr. Angela Huang, Leiterin der sich am Museum befindenden Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraumes (FGHO), im Vorstand des Hansischen Geschichtsvereins.

Der Eintritt in die Sonderausstellung »HanseHeroes – Alte Städte neu entdeckt: Stralsund« ist im Museumseintritt enthalten.

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›5 Jahre Europäisches Hansemuseum‹

27. Mai 2020
Fünf Jahre Europäisches Hansemuseum

Mit fünf schon groß: Zum Jubiläum blickt das Europäische Hansemuseum auf eine Erfolgsgeschichte. Am 27. Mai 2020 findet der fünfte Geburtstag des jüngsten Museums Lübecks statt. Neben Angeboten vor Ort werden mit digitalen Programmen dazu neue Wege begangen.

Vor fünf Jahren, am 27. Mai 2015, eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel das Europäische Hansemuseum. Die Idee zu einem „Hansemuseum“ stammt dabei von Historiker Dr. Rolf Hammel-Kiesow, Michael Naumann, bis 2002 Staatsminister für Kultur sowie dem damaligen Kultursenator von Lübeck, Ulrich Meyenborg. Möglich gemacht wurde das neue Museum durch den außergewöhnlichen Einsatz der Possehl-Stiftung. Viel ist seitdem zwischen Burghügel und Untertrave passiert: Mit jährlich rund 100.000 Besuchen ist das Museum ein etabliertes Ziel in der Region, hat Auszeichnungen und Architekturpreise bekommen und viele Sonderausstellungen gestaltet. […]

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Europäisches Hanse-Ensemble: Auftaktkonzert

»Es erhub sich ein Streit im Himmel« – Auftaktkonzert des Europäischen Hanse-Ensembles

Mit einem großen Auftaktkonzert am 29. September 2020, um 18 Uhr und 20 Uhr im Dom zu Lübeck, beginnt das Europäische Hanse-Ensemble seine Debüt-Tournee durch die Hansestädte. Im Europäischen Hanse-Ensemble treffen alte Musik und junge Menschen aufeinander: Unter der Leitung von Manfred Cordes entführt das 22 internationale Musiker:innen umfassende Ensemble in eine Klangwelt, die vor gut 400 Jahren das musikalische Leben der alten Hansestädte prägte. Schirmherr des Projektes ist Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und Vormann der Hanse.

Am Dienstag, den 29. September um 18 Uhr sowie um 20 Uhr, gibt das Europäische Hanse-Ensemble unter der Leitung von Manfred Cordes sein Auftaktkonzert im Dom zu Lübeck. Die Tournee, die ursprünglich für Juni entlang der Ostseeküste bis nach Danzig geplant und wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, findet nun unter den aktuellen Hygienemaßnahmen statt – mit großen Abständen zwischen den Musiker:innen und sehr begrenzter Platzzahl an den Aufführungsorten.

Das Europäische Hanse-Ensemble setzt sich aus Gesangssolist:innen und Instrumentalist:innen zusammen, die in den Meisterkursen des Vorjahres auserwählt wurden. Die 22 jungen Musiker:innen stammen aus ganz unterschiedlichen Ländern europaweit – aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Tschechien, Polen, Norwegen, Russland und Deutschland, aber auch aus Kanada, den USA, Indonesien und Japan. Das Ensemble musiziert auf historischen Instrumenten, wie sie in der Zeit um 1600 gebräuchlich waren: Neben Zinken, Posaunen, Violinen in alter Mensur, Viole da gamba und Dulzian werden Lauteninstrumente und Orgel zum Klingen gebracht. Das Publikum wird in eine einzigartige Klangwelt entführt, wie sie vor rund 400 Jahren das musikalische Leben der alten Hansestädte prägte. Zur Zeit der Hanse wurde zu bedeutenden kirchlichen Festen in allen großen Kirchen der Hansestädte prächtige Musik gespielt.

Das diesjährige Programm des Europäischen Hanse-Ensembles, das zugleich dessen erste »Visitenkarte« ist, umfasst klangvolle Werke des 17. Jahrhunderts zum Fest des Heiligen Michael aus den Hansestädten Hamburg und Danzig. Beim diesjährigen Auftaktkonzert werden Werke von Komponisten wie Hieronymus Praetorius und Matthias Weckmann (Hamburg), Paul Siefert und Christoph Werner (Danzig) gespielt, die heute zwar weitgehend unbekannt sind, jedoch großartige Kompositionen schufen, die seit Jahrhunderten auf ihre Entdeckung und Wiederbelebung warten.

Die Konzerte stehen unter der Leitung von Manfred Cordes, einem international anerkannten Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik, Leiter des renommierten Ensembles WESER-RENAISSANCE Bremen und langjährigem Professor an der Hochschule für Künste Bremen. Eine Besonderheit dieser älteren Musik ist auch die intensive Forschungsleistung, die Ensembleleiter Manfred Cordes betreibt. So ist er in Archiven auf der Suche nach den originalen Quellen, die anschließend in die heutige Notenschrift übertragen werden. Beim Auftaktkonzert des Europäischen Hanse-Ensembles kommen Musikliebhaber:innen daher in den seltenen Genuss eines ganz besonderen Klangerlebnisses und lauschen jungen Musiker:innen, die alte Musik auf historischen Instrumenten spielen.

Im Sinne der Hanse
Das Europäische Hanse-Ensemble fördert den kulturellen Austausch über Grenzen hinweg und führt Musiker:innen aus Europa und über Europa hinaus zusammen. Das Projekt hat daher seine ideale Heimat am Europäischen Hansemuseum gefunden. Denn wie auch das Ensemble auf musikalischer Ebene, leistet das Museum einen Beitrag zur Stärkung des europäischen Gedankens auf einer musealen Plattform. Das Europäische Hansemuseum ist die größte Institution, die sich mit der Geschichte der Hanse beschäftigt. Es erforscht und vermittelt das immaterielle Kulturgut der Hanse in Deutschland und Europa und präsentiert dessen einzigartige Geschichte in einem faszinierenden Erlebnismuseum. Mit einer angeschlossenen Forschungsstelle, zahlreichen Sonderausstellungen und Vorträgen trägt es dazu bei, die Relevanz der Hanse sichtbar zu machen. So wird die Hanse zur Inspiration für Gegenwart und Zukunft. »Als Direktorin des Europäischen Hansemuseums freue ich mich daher sehr, dass ein so bemerkenswert international aufgestelltes Projekt wie das Europäische Hanse-Ensemble in unserem Haus residiert. Wir betrachten die Arbeit des Hanse-Ensembles als optimale Ergänzung unserer eigenen Arbeit als Museum. Denn wir können die Hansezeit jetzt nicht nur sehen, sondern auch hören«, so Dr. Felicia Sternfeld.

Die Karten für das Konzert im Dom zu Lübeck kosten 20 Euro, ermäßigt 12 Euro und sind unter www.luebeck-ticket.de erhältlich. Es wird darum gebeten, die Vorverkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Eine Abendkasse wird nur eingerichtet, wenn noch Restkarten verfügbar sind.
Weitere Konzerte finden am 30. September 2020 um 19 Uhr in der Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg sowie am 1. Oktober 2020 um 18 Uhr und um 20 Uhr in der Kulturkirche St. Stephani in Bremen statt. Detaillierte Informationen zu den Konzerten sowie zum Europäischen Hanse-Ensemble gibt es unter www.hanse-ensemble.eu.

Schirmherr des Projektes »Europäisches Hanse-Ensemble« ist Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und Vormann der Hanse. Kooperationspartner sind das Europäische Hansemuseum Lübeck, der Dom zu Lübeck und die Musikhochschule Lübeck. Veranstalter des Konzerts in Lübeck ist der Verein Orlando e. V.

 

 

 

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