“Sklavenkassen” Hamburgs und Lübecks

Vortrag über “Die Sklavenkassen Hamburgs und Lübecks und die hansische Solidarität des Gefangenenfreikaufs aus Nordafrika”

Innerhalb weniger Jahre gründeten Hamburg (1622/24) und Lübeck (1627/29), die Kernstädte der Hanse sogenannte „Sklavenkassen“. Diese waren öffentliche Pflichtversicherungen für die heimischen Seefahrer, die sich durch ihre Einzahlungen gegen die Gefahr der Gefangenschaft in Nordafrika durch die muslimischen Korsaren der Barbareskenstaaten schützten. Beide Kassen bestanden bis ins 19. Jahrhundert und kauften insgesamt einige Tausend gefangengenommene Seeleute gegen Lösegeld aus Nordafrika frei. Wenig bekannt ist, dass diese Kassen auch eine „hansische“ Dimension hatten. So halfen diese Kassen sich immer wieder gegenseitig und gaben auch Gelder für den Freikauf von Seeleuten der weiteren Hansestädte, die im Verlauf des 16. und 17. Jahrhunderts den Bund verlassen hatten. Im Vortrag von PD Dr. Magnus Ressel (Frankfurt/Main) werden die Sklavenkassen eingehend vorgestellt und die Spenden- und Freikaufssolidarität zwischen den Kernstädten und den weiteren Mitgliedern der alten Hanse als ein wichtiger Aspekt der späten Hansegeschichte herausgearbeitet.

Der Vortrag findet im Rahmen der Wissenschaftsreihe „Handel, Geld und Politik vom Mittelalter bis heute“ der FGHO statt.

Informationen zur Veranstaltung:
Ort: Europäisches Hansemuseum Lübeck, Beichthaus
Adresse: An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
Termin: 10.12.2019
Beginn: 18.00 Uhr

Der Eintritt ist frei, um Anmeldungen unter 0451 80 90 99 0 oder per Mail an invitation@hansemuseum.eu wird gebeten.


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