Piratenbekämpfung?

Ein Vortrag von Philipp Höhn (Halle) über Beutestücke aus maritimer Gewalt und städtische Identität in Lübeck, Hamburg und Danzig (1427-1526).

Warum hängten die Lübecker und Hamburger Fahnen, die sie von Schiffen konkurrierender Gewaltakteure erbeutet hatten, in ihre Stadtkirchen? Warum ließ der Rat von Danzig in der Mitte der Marienkirche einen kostbaren Altar aufstellen, den der Danziger Ratsherr und Söldnerführer Paul Beneke kurz zuvor von einer Galeere der Medici gewaltsam weggenommen hatte? Solche Beutestücke zeigen, in welchem Maße Städte und Kaufleute gewaltsam handelten. Sie erzählen aber auch die Geschichte eines historischen Wandels, in dem Stadtgemeinden und Kaufmannsgenossenschaften sich zunehmend als Pirateriebekämpfer inszenierten und ihre Konkurrenten als angebliche “Piraten” und “Seeräuber” abwerteten. Dieser Wandel prägt unser Geschichtsbild bis heute – ihm geht Philipp Höhn (Halle) in seinem Vortrag nach.

Der Vortrag findet im Rahmen der Wissenschaftsreihe “Handel, Geld und Politik vom Mittelalter bis heute” der FGHO statt.


Informationen zur Veranstaltung:

Ort: Europäisches Hansemuseum Lübeck, Beichthaus
Adresse: An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
Termin: 8.10.2019
Beginn: 18.00 Uhr

Der Eintritt ist frei, um Anmeldungen unter 0451 80 90 99 0 oder per Mail an invitation@hansemuseum.eu wird gebeten.


Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr dazu...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen